VersicherungsrechtAktuelles aus dem Versicherungsrecht von A bis Z
Monat für Monat entscheiden deutsche Gerichte Hunderte von Streitigkeiten zwischen Versicherern und Versicherungsnehmern (VN). Hier finden Sie die Quintessenz der wichtigsten Urteile und Beschlüsse von A bis Z – sortiert nach Personen- und Sachversicherung.
Übersicht — Aktuelle Entscheidungen zur Personenversicherung |
Berufsunfähigkeitsversicherung |
OLG Karlsruhe: Selbstständiges Beweisverfahren bei Klärung von Voraussetzungen für Berufsunfähigkeit Zur Klärung der Behauptung, der Versicherungsnehmer könne infolge Krankheit den von ihm beschriebenen Tätigkeiten seines zuletzt ausgeübten – vorgetragenen – Berufs zu mindestens 50 Prozent nicht mehr nachgehen, ist ein selbstständiges Beweisverfahren grundsätzlich zulässig. Denn sowohl die Frage der Erkrankung einer Person als auch diejenige nach den hieraus resultierenden Einschränkungen gehören zu deren „Zustand“, über welchen grundsätzlich eine Beweiserhebung im selbstständigen Beweisverfahren möglich ist (OLG Karlsruhe, Urteil vom 09.12.2025, Az. 12 W 21/25, Abruf-Nr. 252888). |
OLG München: Ein befristetes Anerkenntnis ist nicht rückwirkend möglich In der Berufsunfähigkeitsversicherung kann der Versicherer ein befristetes Anerkenntnis nicht rückwirkend für einen abgeschlossenen Zeitraum abgeben (OLG München, Urteil vom 13.11.2025, Az. 25 U 391/25 e, Abruf-Nr. 251886). |
OLG Frankfurt a. M.: Schwerhörigkeit eines Kapitäns führt zur Berufsunfähigkeit Die Schwerhörigkeit eines Kapitäns führt auch dann zur Berufsunfähigkeit, wenn grundsätzlich Hörgeräte das Hörvermögen im erforderlichen Umfang wieder herstellen könnten. Gemäß den Regelungen der Maritime-Medizin-Verordnung des Bundes ist Besatzungsmitgliedern des Decksdienstes das Tragen von Hörhilfen nämlich grundsätzlich untersagt (OLG Frankfurt a. M., Urteil vom 27.03.2025, Az. 3 U 122/23, Abruf-Nr. 250695). |
Krankenversicherung |
BGH: Wahlarzt kann nur kassieren, wenn er selber tätig wird Eine auf Initiative des Krankenhausträgers bzw. eines Wahlarztes getroffene Wahlleistungsvereinbarung mit dem Inhalt, dass wahlärztliche Leistungen ohne besondere Bedingungen durch einen anderen Arzt als Vertreter des Wahlarztes ausgeführt werden, ist nichtig (BGH, Urteil vom 13.03.2025, Az. III ZR 40/24, Abruf-Nr. 247372). |
Unfallversicherung |
OLG Saarbrücken: Infektion mit Borreliose und Eintritt des Versicherungsfalls
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AUSGABE: VVP 4/2026, S. 23 · ID: 50643308
