PAR-PathogeneseViren haben direkten Einfluss auf parodontale Pathogenese
Laut neuesten Erkenntnissen zur Parodontitis-Pathogenese aus einer Übersichtsarbeit der Freien und der Humboldt-Universität Berlin sowie der University of Southern California haben bestimmte Virenarten direkten Einfluss auf Entstehung und Schwere einer Parodontitiserkrankung.
Komplexe Wechselwirkungen zwischen Bakterien, Viren und Immunreaktionen kennzeichnen das Krankheitsbild. Unbestritten bleibt dabei die Rolle der bakteriellen Dysbiose als Initialreiz sowie bei der Aufrechterhaltung parodontaler Entzündungen. Beim Voranschreiten der Erkrankung wird v. a. der Immunität des Wirts ein deutlicher Einfluss zugesprochen. Nun gibt es Hinweise, dass Viren wie Herpes simplex 1, das häufig in PAR-Läsionen nachgewiesen wurde, sowie das Epstein-Barr- und das Cytomegalievirus großes Potenzial haben, die Immunantwort auf die vielfältige mikrobielle Umgebung zu verändern. Weitere Forschungsarbeiten zu Wechselwirkungen zwischen parodontalen Bakterien, Viren und Immunantworten können lt. Studienteam entscheidend für das Verständnis schwerer Verläufe sein und helfen, wirksamere Präventions- und Behandlungsstrategien zu entwickeln.
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AUSGABE: ZR 3/2026, S. 1 · ID: 50705580
