ProthetikVolumen und Stärke von Stumpfaufbauten mit frühem Versagen verknüpft
Nicht nur Faktoren wie eine unzureichende Feuchtigkeitskontrolle während der Präparation, Kavitätengröße, Zahnposition oder die angewendete Adhäsivtechnik können die Langlebigkeit von Restaurationen beeinflussen. Neueste Forschungen der Universität Heidelberg dokumentieren aktuell Fälle frühen Versagens, wenn der Stumpfaufbau im Verhältnis zur adhäsiven Fläche relativ voluminös und mit einer stärkeren Dicke angelegt ist.
Untersucht wurden adhäsive Stumpfaufbauten an vitalen Zähnen (8 Frontzähne, 54 Prämolaren, 52 Molaren) von 114 Probanden, die mit unterschiedlichen Materialien aufgebaut wurden (Rebilda DC / Voco, MultiCore® Flow / Ivoclar Vivadent, Clearfil™ DC Core / Kuraray Noritake). Die definitive Klebeverbindung löste sich in 5,3 Prozent der Aufbauten. Das Versagen konnte in Zusammenhang mit einem größeren Volumen des Stumpfaufbaus und einer höheren Aufbau-Stärke gebracht werden. Die fehlgeschlagenen Aufbauten zeigten etwa das Zweifache an Volumen und Aufbau-Stärke als die Vergleichsaufbauten. Als Gegenmaßnahme empfehlen die Experten die Präparation zusätzlicher Retentionselemente, um die Klebefläche zu vergrößern und das Versagensrisiko zu minimieren.
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AUSGABE: ZR 3/2026, S. 6 · ID: 50705708
