Biokompatibilität Testmodell: Zytotoxizität von Dentalmaterialien leichter beurteilen
Als Alternative zu komplexen Dentinbarrieretests entwickelte ein Team der Universitäten Nürnberg und Regensburg ein Modell, das es mit dem Zugang zu einem herkömmlichen 3D-Drucker und gängigen Laborgeräten ermöglicht, standardisierte, reproduzierbare Zytotoxizitätstests von in der Zahnmedizin verwendeten Materialien kostengünstig durchzuführen.
Die Durchlässigkeit des Dentins ist in unmittelbarer Nähe der Zahnpulpa besonders hoch, sodass mit der Zeit möglicherweise austretende Stoffe aus Dentalmaterialien den Zellstoffwechsel u. U. negativ beeinflussen können. Dentinbarrieretests spiegeln die In-vivo-Situation gut wider und können zur Beurteilung von Zytotoxizität von Dentalmaterialien herangezogen werden – normalerweise sind diese komplex und kostenintensiv. Das hier vorgestellte Dentinbarriere-Kultursystem kann mittels 3D-Druck hergestellt werden und materialinduzierte Effekte auf den Dentin-Pulpa-Komplex in vitro unkompliziert nachweisen. Es können verschiedene Dentinstärken verwendet werden, auch Hochdurchsatz-Tests mit mehreren Zelltypen sind möglich.
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AUSGABE: ZR 3/2026, S. 7 · ID: 50705713
