Telemedizin IOS als Entscheidungshilfe und zur Verlaufskontrolle bei Kindern
Eine interdisziplinäre Pilotstudie an der Uniklinik Gießen verfolgte einen telemedizinischen Ansatz zur Erweiterung des Anwendungsspektrums von Intraoralscannern (IOS) bei pädiatrischen Patienten. Geprüft wurde die Vergleichbarkeit digital und visuell erhobener zahnmedizinischer Befunde. Die Ergebnisse bergen großes Potenzial.
Im Rahmen der Untersuchung stellte sich die IOS-Befundung durch fachfremde, aber medizinisch ausgebildete Personen in der Gegenüberstellung mit dem visuellen Befund durch den Zahnarzt als vergleichbar heraus. Das könne laut Studie zur Verbesserung der Mundgesundheit von chronisch kranken Kindern oder Onkologie-Patienten beitragen, da diese weniger mobil sind und sich der Transport zum Zahnarzt kompliziert gestaltet. Wird direkt vor Ort, z. B. auf der Kinderstation oder in der Ambulanz auf dem Land, befundet, können lange Wege, unnötige Transporte und Kosten gespart werden. Zudem kann die Untersuchung kontaktlos erfolgen. Darüber hinaus ist eine engmaschige Beobachtung der oralen Situation möglich, was für den Verlauf bestimmter Erkrankungen bedeutend ist.
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AUSGABE: ZR 2/2026, S. 3 · ID: 50667804
