SchmelzremineralisierungNeuentwicklung lässt Apatit-Nanokristalle wachsen
Zahnschmelz zeichnet sich durch eine komplexe Anordnung von Apatit-Nanokristallen aus, die vor physikalischen, chemischen und thermischen Einflüssen schützen und ihm eine hohe Steifigkeit, Härte und Bruchfestigkeit verleihen. Aber: Zahnschmelz besitzt keine Regenerationsfähigkeit. Ein internationales Forschungsteam entwickelte nun einen vielversprechenden Remineralisierungsansatz.
Die Forschenden entwickelten eine anpassungsfähige, widerstandsfähige supramolekulare Proteinmatrix auf der Basis von elastinähnlichen Rekombinameren, die die Struktur und Funktion zahnschmelzbildender Matrix nachahmt. Trägt man diese auf erodierte Zähne auf, ist sie stabil und löst das Wachstum von Apatit-Nanokristallen aus, wodurch die Mikroarchitektur und die mechanischen Eigenschaften des Zahnschmelzes wiederhergestellt werden. Die Technologie ist derzeit in der Lage, in vitro bis zu 10 μm verlorene Zahnschmelzschichten zu remineralisieren. In-vivo-Untersuchungen des innovativen Ansatzes sollen nun folgen.
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AUSGABE: ZR 3/2026, S. 4 · ID: 50705781
