ImplantologieMisserfolgsrisiko bei sofortimplantierten Y-TZP-Implantaten
Forschende der Universität Frankfurt belegten sofortimplantierten zweiteiligen Zirkoniumdioxid-Implantaten mit modifizierter Oberfläche im Rahmen einer kleinen Studie unter Anwendung eines etablierten Restaurationsprotokolls für Titanimplantate ein erhöhtes Risiko für frühe Verluste.
Die Implantate aus yttriumstabilisiertem tetragonalem Zirkoniumdioxid (Y-TZP, 4 mm, Ø-Hals: 4,5 mm) wurden im Keramikspritzgussverfahren hergestellt und nanobeschichtet, was zu gewünschten Rauigkeiten an Implantatkörper und -hals führte (1,6 resp. 0,5). Die Implantate wurden mit einem Einschraubmoment von ≥ 30 Ncm inseriert, die endgültigen Kronen nach drei Monaten eingegliedert und die Restauration nach 6 und 12 Monaten bewertet. Wegen mangelnder Primärstabilität konnten fünf Implantate nicht sofort versorgt werden, vier gingen in der Nachbeobachtung verloren. Demnach lag die Überlebensrate bei 80 Prozent. Die Forschenden führen die frühen Verluste ggf. auf das verwendete Sofortversorgungsprotokoll zurück, auch Fertigungsart und Oberflächenbeschaffenheit können eine Rolle spielen.
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AUSGABE: ZR 3/2026, S. 2 · ID: 50705742
