WurzelkanalbehandlungEndo-Behandlungsprotokoll für langfristigen Erfolg entscheidend
Das angewendete Behandlungsprotokoll ist bei der Wurzelkanalaufbereitung für den Behandlungserfolg und damit für das langfristige Überleben des Zahnes ausschlaggebend. Das unterstrichen Forschungen an der Universität Kiel im Zuge einer retrospektiven Kohortenstudie mit über 14.000 endodontisch behandelten Zähnen.
Der Einsatz reziproker Instrumente in Kombination mit passiver Ultraschallspülung, EDTA, einer warmen Obturation und Verwendung eines Kalziumsilikatsealers stellte sich als das Erfolg versprechendste Vorgehen heraus. Im Vergleich zu anderen betrachteten Protokollen (a: Aufbereitung mit Handfeilen, b: rotierende NiTi-Systeme mit versch. Feilen, passive Ultraschallspülung, Zitronensäure/Chlorhexidin) konnte das Vorgehen die Überlebensraten bzw. die Überlebensraten ohne weitere Interventionen um 30 bis 40 Prozent verbessern, obwohl die meisten Behandlungen nur in einer Sitzung erfolgten. Als negativer Prädiktor wurde ein höheres Patientenalter identifiziert, als positiver die unterstützende PAR-Behandlung. Faktoren wie Zahntyp, Vitalität, Behandlungsroutine, Sitzungsanzahl oder Patientengeschlecht zeigten keinen Einfluss auf die Ergebnisse.
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AUSGABE: ZR 3/2026, S. 3 · ID: 50705584
