Orifice BarriersWKB: Was bringt eine sekundäre Abdichtung?
Zusätzliche Barrieren im Bereich der Öffnung des Wurzelkanals (sog. Orifice Barriers), direkt koronal über die Wurzelfüllung eingebracht, sollen den Schutz vor mikrobieller Belastung erhöhen und damit klinischen Erfolg und Langlebigkeit der behandelten Zähne verbessern. Die Datenlage in vivo ist jedoch inhomogen – wie neueste Untersuchungen der Universität Melbourne bestätigen.
Zusätzliche Barrieren, die auf unterschiedliches Material und Technik setzen, werden nach der Kanalaufbereitung meist als Unterfütterung für den Fall eingesetzt, dass die primäre koronale Versiegelung nicht stabil bleibt. Trotz zahlreicher In-vitro-Studien sind positive In-vivo-Belege noch übersichtlich. Die Forschenden aus Australien bewerteten in diesem Zusammenhang sieben Publikationen. Dabei reichten die einzelnen Studienergebnisse von keiner bzw. nicht signifikanter Wirksamkeit bis hin zum belegten Einfluss auf Erfolg und Überleben: So deuten Daten darauf hin, dass Barrieren, wenn sie apikal zu vorliegenden radikulären Rissen platziert werden, die Ergebnisse in Fällen verbessern, die normalerweise als ungünstig eingestuft werden.
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AUSGABE: ZR 4/2026, S. 6 · ID: 50778050