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ZRZahnmedizinReport

ÜberlebensfähigkeitCorona-Tote bleiben mitunter wochenlang infektiös

Abo-Inhalt13.02.20231679 Min. Lesedauer IWW

| Neben der Hamburger Uniklinik ist das Frankfurter Institut für Rechtsmedizin bundesweit führend in der Untersuchung von Corona-Toten. Aber nicht jeder Corona-Tote wird standardmäßig obduziert. Im Fall einer betagten, coronainfizierten Frau musste z. B. aufgrund möglicher Schuldfragen geklärt werden, ob der Tod mit oder wegen der Virusinfektion eintrat. Dabei gewinnen die Pathologen häufig weitere Erkenntnisse rund um COVID-19. |

Laut des bundesweiten Obduktionsregisters DeRegCovid starben 86 % der Toten mit Coronainfektion auch an der Erkrankung, nur 14 % mit der Infektion. In fast allen Fällen hätten die Menschen trotz Vorerkrankungen noch weiterleben können, so der O-Ton der Frankfurter Pathologen, die bei ihrer Arbeit auch beobachten, dass häufig nicht nur die Lunge, sondern auch andere Organe von Corona befallen werden. Besonders Gefäße sind stark betroffen. Dort entstandene Entzündungen verursachen Blutgerinnsel, die die Funktion von Organen massiv stören und so schnell zum Tod führen oder Schlaganfälle auslösen können. Die Gerichtsmediziner konnten zudem nachweisen, dass das Virus auch im toten Körper noch bis zu 19 Tage überlebt.

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AUSGABE: ZR 2/2023, S. 4 · ID: 48940175

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