Logo IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft
Anmelden
  1. Startseite
  2. GStB Gestaltende Steuerberatung
  3. Zum Zeitpunkt der Entstehung eines Auflösungsverlustes bei einer GmbH mit anschließendem Insolvenzverfahren

KapitalgesellschaftenZum Zeitpunkt der Entstehung eines Auflösungsverlustes bei einer GmbH mit anschließendem Insolvenzverfahren

23.08.20228432 Min. Lesedauer IWW

| Mit seinem rechtskräftigen Urteil vom 12.4.22 (10 K 1175/19 E) hat das FG Düsseldorf zur Frage der Geltendmachung eines Verlustes aus der Auflösung einer GmbH i. S. d. § 17 EStG Stellung genommen. Es hat entschieden, dass ein Auflösungsverlust i. S. v. § 17 Abs. 4 EStG bei der Auflösung einer Kapitalgesellschaft mit anschließendem Insolvenzverfahren regelmäßig erst mit dessen Abschluss entsteht und dass, wenn sich ein Steuerpflichtiger gemäß § 17 Abs. 1 EStG an einer Kapitalgesellschaft in Kenntnis einer dieser drohenden Insolvenz beteiligt, ihm die auch bei dieser Einkunftsart erforderliche Einkünfteerzielungsabsicht fehlt. |

Im Streitfall hatte die Klägerin im Frühjahr 2014 Geschäftsanteile an einer GmbH zum symbolischen Kaufpreis von 1 EUR erworben und dieser ein verzinsliches Darlehen gewährt, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Nach Insolvenzeröffnung – verbunden mit der Auflösung der GmbH – und Anzeige der Masseunzulänglichkeit begehrte die Klägerin die steuerliche Berücksichtigung des Darlehensverlustes nach § 17 EStG bereits in 2014. FA und FG lehnten dies ab, weil nach dem Bericht des Insolvenzverwalters die Vermögenslosigkeit der GmbH bei Insolvenzeröffnung nicht festgestanden habe.

Weiter mit Account

  • Alle Beiträge bei AS Advostart ohne Einschränkung verfügbar
  • Zugriff auf den AS-Kompass
  • Einmalige Registrierung für alle IWW-Websites
Kostenlos registrierenEinloggen

AUSGABE: GStB 10/2022, S. 333 · ID: 48545038

Drucken
Zitieren

Beitrag teilen

Link
E-Mail
X
LinkedIn
Xing
Heft-Reader
2022
Logo IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft
Praxiswissen auf den Punkt gebracht
Bildrechte