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Betriebsübergang unter Nießbrauchsvorbehalt Nießbrauch statt Nachfolge? – Zur steuerlichen Sprengkraft gestreckter Betriebsübertragungen

Abo-Inhalt10.07.202521 Min. LesedauerVon RA Berthold Theuffel-Werhahn, FAStR/FAHGR, Leiter des Bereichs Stiftungsberatung (bundesweit), PricewaterhouseCoopers GmbH, Kassel

| Die unentgeltliche Übertragung eines gewerblichen Einzelunternehmens im Familienverbund kann unter bestimmten Voraussetzungen steuerneutral zu Buchwerten erfolgen – vorausgesetzt, sie vollzieht sich als einheitlicher Vorgang i. S. d. § 6 Abs. 3 EStG. Doch in der Praxis führen über Jahre gestreckte Übergaben unter Vorbehaltsnießbrauch immer wieder zu Streit mit der Finanzverwaltung. Wer das Eigentum überträgt, aber die Tätigkeit fortführt, begibt sich steuerlich auf dünnes Eis: Statt einer privilegierten Buchwertübertragung drohen rückwirkende Entnahmen, Teilwertansätze und empfindliche Gewinnerhöhungen beim Nachfolger. Der Beitrag beleuchtet das Urteil des BFH vom 29.1.25 (X R 35/19), ordnet es systematisch ein und zeigt auf, wie Fallstricke vermieden werden können. |

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AUSGABE: PU 3/2025, S. 98 · ID: 50412817

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