Impfung gegen COVID-19Impfwunsch einer 15-Jährigen ist besonders beachtlich
Abruf-Nr. 232783
| Lehnt die allein sorgeberechtigte Mutter eine Impfung strikt ab, ist dies ein Sorgerechtsmissbrauch, der dem Kindeswohl zuwiderläuft und den Teilentzug der elterlichen Sorge rechtfertigt (OLG Zweibrücken 28.7.22, 2 UF 37/22, Abruf-Nr. 232783). |
Die 15-jährige Tochter T lebt nicht mehr bei der allein sorgeberechtigten Mutter M und möchte auch nicht zurück. Die T hat seit längerer Zeit den Wunsch geäußert, gegen Corona geimpft zu werden, was die M ablehnt. Das Familiengericht hat auf Anregung des Jugendamts der M die elterliche Sorge in dem Teilbereich des Rechts zur Entscheidung über eine COVID-19-Impfung entzogen und die Ergänzungspflegschaft angeordnet. Die hiergegen gerichtete Beschwerde der M ist erfolglos.
Weiter mit Account
- Alle Beiträge bei AS Advostart ohne Einschränkung verfügbar
- Zugriff auf den AS-Kompass
- Einmalige Registrierung für alle IWW-Websites
AUSGABE: FK 2/2023, S. 19 · ID: 48867801